BulldogBuweRhose -Verein für historische Veteranenfahrzeuge e.V.-

MZ ES 150

Arbeitsverfahren               Zweitakt-Umkehrspülung

Zylinderanzahl                  1

Kühlungsart                      Luft (Fahrtwind)

Hub/Bohrung                    58/56

Hubraum                          143 ccm

Verdichtungsverhältnis       9:1

Leistung bei 5500 bis 5800 U/min        7,3 kW (10 PS)

Max. Drehmoment bei 4000 U/min       1,35 kpm

Schmierung       Mischungsschmierung 33 : 1 (Zweitakt-Öl)

Pleuellager         käfiggeführtes Nadellager

Kurbelwellenlager          3 Stck. Kugellager 6303

Schmierung aller Kurbelwellenhauptlager durch Getriebeschmiermittel

Kraftstoff            VK'Normal' (gelb, OZ 79)

 

Höchstgeschwindigkeit: etwa 95 km/h

Erstzulassung: 12.01.1965

 

Die Motorräder der Baureihe ES liefen beim VEB Motorradwerke
Zschopau in den Jahren 1956 bis 1978 vom Band.

Das Kürzel ES steht für „Einzylinder“ und „Schwinge“, und das Modell war in den Hubraumklassen 125 cm³, 150 cm³, 175 cm³, 250 cm³ und 300 cm³ erhältlich. Sie ist das erste MZ-Modell, das in einer Typenreihe gefertigt wurde und somit der direkte Vorgänger aller MZ-Typenreihen die in der DDR gefertigt wurden. Mit Beginn der Serienfertigung der ES 1956 nannte sich auch das IFA-Kombinat in "MZ" um. Auch das MZ-Schwingensymbol kommt erst mit der ES auf. Ihrem Namen entsprechend verfügen alle Maschinen der ES-Baureihe über ein zu dieser Zeit hochmodernes und für seine Fahreigenschaften gerühmtes Vollschwingen-Fahrwerk, außerdem sind die großen Modelle (ab 250 cm³) seitenwagentauglich. Im Laufe der Bauzeit fand auch eine rege Modellpflege statt, welche einige technische und optische Änderungen zur Folge hatte. Das Kürzel ES führt im Volksmund zu zwei Bezeichnungen: "Eisensau" und "Eisenschwein", aber auch "Esse".

Das Zweirad war noch zu DDR-Zeiten das Dienstfahrzeug des 1. Sekretärs von Erich Honecker. Über viele Umwege, die z.T. nicht ungefährlich waren, fand die Eisensau den Weg zu den Bulldog Buwe.